Priv.-Doz. DDr. Strunk

 

030490 KU Psychologie der Konfliktlösung

 

2 Stunde(n), 4 ECTS-Punkte

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Unterrichtssprache: Deutsch

beschränkte Teilnehmerzahl: max. 40 Teilnehmer*innen

Blocklehrveranstaltung

Anmeldung: ausschließlich über u:space von 07.02.2022 (00:01) bis 21.02.2022 (23:59)

Abmeldung: über u:space bis 14.03.2022 (23:59)

Zeit und Ort:
Montag, 14.03.2022, 09:00-17:00 Uhr SEM43
Montag, 28.03.2022, 09:00-17:00 Uhr SEM43
Montag, 04.04.2022, 09:00-17:00 Uhr SEM43

Bevorzugte Aufnahme von Studierenden aus dem Wahlfachkorb Mediation. Durchgehende Anwesenheit ist erforderlich.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Streiten ist menschlich. Überall wo Menschen zusammenkommen, können Konflikte entstehen. Sie beruhen auf unterschiedlichen Bedürfnissen, Erwartungen, Einstellungen, Werten etc. von Menschen. Ein Konflikt wird erlebt, wenn Menschen bewusst wird, dass in der Interaktion mit anderen nicht alle Bedürfnisse, Erwartungen, Ziele etc. gleichermaßen und für alle befriedigend erfüllt werden können. Da es also bei Konflikten und ihren Lösungen um unterschiedliche Bewertungen, Wahrnehmungen, Bedürfnisse und so weiter geht, stehen im Zentrum eines Konflikts weniger objektiv gegebene „unstrittige“ Tatsachen als vielmehr individuelle – also subjektive – Einschätzungen von Menschen. Diese Subjektivität als Kernelement eines Konfliktes und seiner Lösung ist Thema der Psychologie.
In der Lehrveranstaltung „Psychologie der Konfliktlösung“ geht es um die psychologischen Kernelemente von Konflikten und Konfliktlösungen. Ausgehend von einem wissenschaftlich begründeten Verständnis über das Wesen der Psychologie werden zunächst allgemeine Prinzipien der Wahrnehmung, Kognition, Emotion diskutiert. Darauf aufbauend wird es um Persönlichkeitstheorien (Persönlichkeitsstrukturen) und Gruppenprozesse gehen.
Gemäß der neueren sog. „Systemischen Psychologie“ sind psychische Systeme gekennzeichnet von einer individuellen, höchst subjektiven privaten Logik, in der eine Konsistenz der eigenen Weltsicht einen hohen Stellenwert einnimmt. Kurz gesagt beharren psychische Systeme in ihren bereits erlernten Wahrnehmungs- und Deutungsmustern. Veränderungen dieser Muster lassen sich auf der Grundlage eines Konzepts der Systemischen Psychologie durch Mediation und Beratung anregen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mündliche Mitarbeit ODER schriftliche Hausarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die mündliche Mitarbeit ODER schriftliche Hausarbeit müssen positiv absolviert werden. Umfang der Hausarbeit: Erwartet wird eine Ausarbeitung von mindestens 5 Manuskriptseiten (Times New Roman, 12 Punkt, 1,5 Zeilenabstand). Thema wird in der LV bekannt gegeben.

Prüfungsstoff

Wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben und/oder zur Verfügung gestellt.

Literatur

Strunk, G. (2020) Systemische Psychologie – eine allgemeine Systemtheorie für die Psychologie. In: Viol, K., Schöller, H. & Aichhorn, W. (Hrsg.) Selbstorganisation - Ein Paradigma für die Humanwissenschaften? Wiesbaden: Springer, S. 17-30
Strunk, G. & Schiepek, G. (2014) Therapeutisches Chaos. Eine Einführung in die Welt der Chaostheorie und der Komplexitätswissenschaften. Göttingen: Hogrefe
Strunk, G. & Schiepek, G. (2013) Systemische Psychologie. Eine Einführung in die komplexen Grundlagen menschlichen Verhaltens. München: Spektrum Akademischer VerlagWeitere, vertiefende Literatur wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.